• Eine haarige Angelegenheit: Die Existenzgründung

    Szene-Friseur Toni (25) berichtet

  • Als ich letztes Jahr von Paris nach Frankfurt zurückkam, wollte ich eigentlich nicht lange bleiben. Doch in Windeseile sammelte sich mein alter Freundeskreis um mich herum, und bald fühlte ich mich so wohl, dass ich gar nicht mehr weg wollte. Und dann traf ich auch noch Andi wieder, wie ich, nach Lehre und Meisterbrief erst einmal im Team auf Hairshows in der Welt unterwegs gewesen. Alles war glatt gegangen, aber wo es nun beruflich weiter gehen sollte, war uns nicht so klar. Wir hatten ja noch New York und Tokio im Kopf und bekamen Frankfurt da erst einmal so gar nicht ins Bild. Irgendwo unter kommt man ja immer schnell, aber das Angestelltendasein fanden wir beide auf Dauer frustrierend. Dafür hatten wir zu viel ausprobiert und finanziell ist das ja in der Beauty-Branche auch eher ein Desaster.

    Ziemlich schnell kam dann die Idee mit einem eigenen Friseursalon auf. Wir hatten ja schon allerlei krause Gedanken geteilt, wollten noch mehr von der Welt sehen und frühestens mit Ende Zwanzig mal an was Festes denken. Aber es war schnell klar, dass wir einander so bald nicht mehr würden missen wollen. Und dann war uns dieses kleine Lädchen im Nordend aufgefallen, das eines Tages leer stand. Andi hatte sofort das Telefon in der Hand und erzählte dem Makler haarklein von Plänen, an die wir gerade mal im Traume gedacht hatten, aber längst noch nicht weiter. Der war prompt angetan von so viel Engagement – und bald hatten wir die Schlüssel in der Hand. Ich sage bald, aber so ganz stimmt das natürlich nicht.

    Allein die Maklergebühren zu stemmen ist ja keine Kleinigkeit, aber zunächst einmal mussten wir uns natürlich über Gewerbeanmeldung, Darlehen und Fördergelder Gedanken machen. Und darüber, was es überhaupt werden sollte zwischen all den Haarwerkstätten, Beauty-Inseln und Friseursalons, die es im Nordend bereits gibt. Innerhalb kürzester Zeit versanken wir in Businessplänen, amtlichen Formularen, Einrichtungskatalogen und Terminen mit unserem Bankberater, um ein griffiges Konzept und einen durchgestylten Finanzplan vorweisen zu können. Und da klar war, dass wir keine großen Sprünge würden machen können, weil uns das Meister-BAföG noch im Nacken sitzt, musste das alles natürlich so zeitsparend und günstig wie möglich organisiert werden. Nebenher arbeiteten wir unseren üblichen Achtstundentag. Es war zum Haare raufen.

  • Und dann auch noch das: Wir hatten ja schon über vieles nachgedacht, inklusive Rechtsschutzversicherung und Altersvorsorge. Eines Abends im Freundeskreis ging es dann los: Und was ist, wenn ein Kunde auf dem Shampoo ausrutscht? Was ist, wenn eine Wasserleitung platzt und das noch nicht abbezahlte Inventar hinüber ist? Und ihr den Laden für einige Zeit dicht machen müsst? Wenn du Dir die Hand brichst und die Schere nicht mehr halten kannst? Und derlei haarsträubende Vorstellungen mehr. Ich wollte davon erst einmal gar nichts wissen. Ich dachte, wenn der Laden erst einmal läuft, fange ich an, über meine Altersvorsorge nachzudenken. Aber das war‘s dann auch schon. Berufsunfähigkeitsrente, Firmenhaftpflicht? Ich hielt das ja erst einmal alles für Haarspalterei, aber mit der Zeit gingen mir dann so einige Lichter auf. Zum Glück haben unsere Freunde nicht nur viel Fantasie, sondern auch gute Kontakte: So haben wir Queerance gefunden. Da wurden wir ausführlich fachkundig beraten und haben für unsere Situation individuelle Angebote erhalten.

    Als Existenzgründer profitieren wir von Sonderkonditionen. Ob Firmenhaftpflicht, Eigentumsversicherung, Rechtsschutz oder Gesundheitsvorsorge: Zum ersten Mal habe ich den Durchblick, was man so alles braucht, um richtig gut durchstarten zu können. Sogar Riester und Rürup sind mir nicht mehr einerlei. Jetzt sind wir rundum abgesichert – egal, ob ein Kunde den Föhn kriegt oder Andi sich die Arme bricht, der Alltag kann kommen – wir haben alle Hände und den Kopf frei für das Wesentliche!

    Berufsunfähigkeits-Absicherung

    Die Rürup-Rente

    Die Private Rechtschutzversicherung